Was sind Aminosäuren? – Definition, Wirkung & Tests

Aminosäuren (AS) sind die Bausteine von Proteinen. Rund 20% unseres Körpers besteht aus Aminosäuren, Muskulatur, Knochen und Haut enthalten besonders viel davon. Im Unterschied zu anderen Bestandteilen unserer Ernährung wie Fett oder Kohlehydrate haben 21 Aminosäuren aufbauende und erneuernde Wirkung für Gewebe, Haut, Haare etc. Neun Aminosäuren kann der Körper selbst nicht herstellen, sie werden als essentiell bezeichnet. Dieser Artikel enthält detaillierte Infos zu Themen wie Anzahl der Aminosäuren, welche essentiellen Aminosäuren gibt es, warum sind sie überhaupt so wichtig, wo sind sie enthalten und einiges mehr. Ein Mangel an Proteinen macht sich unter anderem bemerkbar in einem schlechten Wachstum von Haaren und Nägeln, einem schwachen Immunsystem oder schlechter Wundheilung.

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Aminosäuren sind an fast allen Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper beteiligt, unsere Hormone und Antikörper enthalten sie, sie befördern Sauerstoff und Nährstoffe in unserem Körper. Kurz gesagt, Aminosäuren sind also lebensnotwendig. Man findet sie in der Kosmetik zum Aufbau von Haaren und Nägeln, aber auch in der Medizin, beziehungsweise in Medikamente. Interessante Anwendungsgebiete hierbei sind Krankheiten wie Arthrose, Diabetes oder Schlafstörungen. Diese Richtung der Medizin, welche sich mit gesunder Ernährung und der Aufnahme von Mikronährstoffen befasst, nennt sich orthomolekulare Medizin.

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Wie viele Aminosäuren gibt es?

Tatsächlich gibt es über 400 natürlich vorkommende Aminosäuren, gesprochen wird allerdings fast immer nur über jene 21, welche über die gewebeaufbauende und -erneuernde Funktion verfügen, auch proteinogene Aminosäuren genannt. Synthetisch hergestellte AS gibt es sogar noch mehr als biologische. Man unterscheidet essentielle Aminosäuren, welche unser Körper nicht selbst produziert und die somit über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

Des Weiteren gibt es semi essentielle Aminosäuren, welche unser Körper zwar herstellt, die aber durchaus auch zusätzlich zugeführt werden können während einem Genesungsprozess oder in der Schwangerschaft. Außerdem gibt es nicht essentielle Aminosäuren, welche unser Körper selbst produziert.

Was sind die essentiellen Aminosäuren?

Von den erwähnten 21 proteinogenen AS werden vom Bundesamt für Risikobewertung neun als lebensnotwendig für den Menschen eingestuft, und zwar: Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Bei bestimmten Krankheiten des Stoffwechsels können auch andere Eiweißbausteine für den Körper lebenswichtig werden.

Die essentiellen Aminosäuren kann der Körper selbst nicht herstellen, aber sie sind in unserer Nahrung enthalten. Sowohl mit tierischer, als auch pflanzlicher Kost kannst Du Deinen Bedarf decken. Wichtig ist eine ausgewogene Mischung der essentiellen AS zu erreichen, das gelingt besonders gut durch die Kombination von Hülsenfrüchte und Getreide. Die Bausteine arbeiten nicht unabhängig in Deinem Körper, sondern gehen Verbindungen ein oder werden gebraucht, um andere AS herzustellen.

Was sind L-Aminosäuren?

Grundsätzlich besitzen alle Eiweißbausteine in unserem Körper die gleiche grundlegende chemische Struktur: Ein zentrales Alpha-C-Atom, von dem sich vier Substituenten ableiten. Allerdings unterscheidet man zwei verschiedene Konfigurationen: Eine L-Form, bei der die Aminogruppe des C-Alpha-Atoms nach links steht, und eine D-Form, bei der die Gruppe rechts steht. Alle 21 essentiellen proteinogenen Aminosäuren haben die L-Konfiguration.

Was sind D-Aminosäuren?

In der Biologie werden diese AS auch als Spiegelbildisomere der L-Aminosäuren bezeichnet. D-Aminosäuren zählen zu den nonproteinogenen Aminosäuren und sind in der Nahrung nicht enthalten. Trotzdem haben sie wichtige Funktionen in der Umwelt: Beispielsweise sind sie in den Zellwänden von Bakterien enthalten, um diese zu schützen. Auch in Antibiotika, welche aus Pilzen und Bakterien synthetisiert werden, kommen D-Aminosäuren vor. In der Gerichtsmedizin spielen D-Aminosäuren eine wichtige Rolle, wenn es um Themen wie die Altersbestimmung von biologischem Material geht.

Was sind freie Aminosäuren?

Nur in freier Form können AS vom Blut transportiert werden. Proteine aus der Nahrung, wie beispielsweise aus Weizen oder Milchprodukte, müssen im Verdauungstrakt in freie Aminosäuren aufgespalten werden. Manche Lebensmittel enthalten Eiweißbausteine in freier Form, wie zum Beispiel in Fleisch, Fisch oder Geflügel. In ihrer freien Form sind sie auch mitbeteiligt am Geschmack der Lebensmittel.

Was sind polare und unpolare Aminosäuren?

ASn unterscheiden sich anhand der chemischen Gruppen ihrer Seitenketten in der chemischen Strukturformel. Nach ihrer elektrischen Eigenschaft werden sie in polar und unpolar eingeteilt. Populäre Beispiele für unpolare Eiweißbausteine: Glycin, Alanin, Leucin. Populäre Beispiele für polare Eiweißbausteine: Glutamin, Asparagin, Tyrosin.

Was sind glucogene Aminosäuren?

Glucogen bedeutet, dass etwas imstande ist, Zucker zu erzeugen. Dieser Stoffwechselweg zur Zuckerneugewinnung ist ein wichtiger Prozess in unserem Körper und findet vor allem in den Nieren und in der Leber statt. Glukose muss unserem Körper laufend als Energielieferant für verschiedene Körperfunktionen zur Verfügung stehen, auch wenn wir gerade keine Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme haben. Glucogene AS sind am Prozess der Zuckerneugewinnung beteiligt.

Was sind gehirnaktive Aminosäuren?

Eiweißbausteine können unsere Stimmung beeinflussen: Drei der essentiellen Aminosäuren sind psychotrop, bzw. gehirnaktiv. Aus dem gehirnaktiven Tryptophan stellt unser Organismus das Stimmungshormon Serotonin her. Phenylalanin ist ein wichtiger Bestandteil der Antriebshormone Dopamin und Noradrenalin. Wer an einem Mangel an Eiweißen leidet, bemerkt Symptome wie bleierne Müdigkeit am Morgen, Konzentrationsstörungen, Motivationsprobleme etc.

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Warum sind Aminosäuren so wichtig?

Alles, was lebt, besteht aus Eiweiß, dessen Bestandteile die verschiedenen AS sind. Man kann sie also als Grundbausteine des Lebens bezeichnen. Sie sind von Bedeutung für die Grundversorgung unseres Organismus und am Aufbau und Erhalt sämtlicher Funktionen beteiligt. ASn steuern die Bildung von Enzymen und Hormonen, sowie von Zellen und Knochen. Auch für ein intaktes Immunsystem sind sie essentiell. Um AS adäquat verwerten zu können, muss unser Verdauungssystem intakt sein. Dort werden die Proteine aus der Nahrung in freie AS aufgespalten.

Dieser Vorgang ist auch mit Energieaufwand verbunden. Ist unsere Verdauung gestört aufgrund von einer Erkrankung, Stress oder seelische Belastung, Fehlernährung oder ein Übermaß toxischer Substanzen (Alkohol, Nikotin, andere Drogen…), gibt es auch Probleme, Proteine aufzunehmen, was sich in unserer Gesundheit widerspiegelt. In Nahrungsergänzungsmittel für Sportler befinden sich ebenfalls häufig Aminosäuren, da sie dem Aufbau von Muskeln und der Erhalt der Muskelkraft beim Training dienen. Besonders Leucin, Isoleucin und Valin sind wichtige Bausteine für Sportler.

Was bewirken Aminosäuren für die Haut?

Ein Aminosäure Mangel zeigt sich durch Nebenwirkungen wie schlechtes Wachstum von Haaren und Nägeln und das langsamere Heilen von Wunden. In der Hautpflege sind die Eiweißbausteine deshalb von Bedeutung, weil sie die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Forschungen zufolge soll die hydratisierende Wirkung vor allem bei synthetisch hergestellten AS sehr ausgeprägt sein.

Außerdem wird Aminosäuren eine Wirkung bei der Verminderung der Anzeichen von Hautalterung nachgesagt. Manche AS wirken selbst antioxidativ, andere unterstützen die Haut dabei, selbst Antioxidantien zu bilden. Diese sind wichtig als Fänger von freien Radikalen beim Prozess gegen die Hautalterung, Arginin und Histidin zeigen hier besonderen Nutzen. Lysin kräftigt die Hautoberfläche, während Prolin, Leucin und Glycin der Fältchenbildung entgegenwirken sollen.

Was sind die wichtigsten Aminosäuren?

Die Antwort auf diese Frage findest Du in unserem Artikel im Abschnitt über die essentiellen AS. Dort sind auch die neun lebensnotwendigen Eiweißstoffe aufgelistet.

In was sind Aminosäuren enthalten?

Tryptophan, welches die Stimmungshormone beeinflusst, findest Du in Karotten, Tomaten, Bananen und Spinat. Lysin, welches für Sportler beim Training besonders wichtig ist, weil es die Muskulatur erhält und kräftigt, steckt in Bohnen, Orangen und Sellerie. Nüsse, Fleisch und Hülsenfrüchte enthalten Isoleucin, welches eine Rolle für das zentrale Nervensystem spielt. Eier, Fisch, Kürbiskerne und Papaya sind ebenfalls wichtige Lieferanten der Eiweißbausteine. Eiweiße aus Fleisch oder Fisch unterstützen zudem Deinen Muskelaufbau.

Wenn Du gegen eine der hier genannten Lebensmitteln mit reichlich Aminosäuren allergisch bist, viele Menschen sind beispielsweise gegen Nüsse allergisch oder möchten aus persönlichen Gründen kein Fleisch essen, bespreche Dich mit Deinem Arzt und suche nach Alternativen, um den Aminosäure Bedarf zu decken.

FAQ

Bis auf wenige Ausnahmen sind Aminosäuren gut in Wasser löslich.

Bei Raumtemperatur sind sie fest. Sie liegen als Zwitterionen vor und verfügen somit über eine kristalline Gitterstruktur.

Bei einer ausgewogenen Ernährung braucht ein gesunder Mensch bis um das 65. Lebensjahr keine zusätzliche Zufuhr von AS. Ausnahmen gelten für ältere Personen, Sportler im Training, Schwangere und Stillende sowie diverse Krankheitsbilder.

Das Fazit

In diesem Artikel wurde die Rolle der Aminosäure unter anderem auf den Muskelaufbau und mit Blick auf die Haut und körpereigenen Aufgaben besprochen. Da eine Aminosäure für Deinen Körper einen hohen Stellenwert, solltest Du darauf achten viele gesunden Lebensmittel zu essen, die Deinen Körper unterstützen. Mit anderen Worten: Aminosäuren sind die Bausteine für ein gesundes Leben.


Tobias Kluge
“Dieser Artikel hat Dir leichtverständliche Definitionen von Aminosäuren gegeben und daneben praktische Tests präsentiert. Wenn Du jetzt mehr darüber wissen möchtest, wie die Werte in Deinem Körper sind, bestelle einen Test.”